2016

Dia de los Muertos – Tag der Toten, 1. Nov. 2016, Wien

Der Dia de los Muertos, der Tag der Toten, eine Tradition aus Mexiko, ist ebenso eine Hommage an all die Menschen, die schon gestorben sind, als auch an das Leben selbst. Jeder der zu dieser Zeit schon einmal in Mexiko war oder auch nur Bilder davon gesehen hat, weiß dass es ein farbenfrohes und fröhliches Fest ist: Bunt verzierte Schokoladentotenköpfe, duftende Blumen und lustige Pappmachee-Skelette schmücken das Straßenbild. Der Tod wird gefeiert!

zentral-adler-baumLeben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn man sich die eigene Endlichkeit bewusst macht, ist es leichter den Mut und die Freude zu steigern um die wirklich wichtigen Dinge zu tun, um aus jedem Moment das Beste zu machen. Jeder Tag den wir erleben, ist ein Tag weniger! Das sollte uns daran zu erinnern, dass wir jetzt damit anfangen sollen, unser Leben zu genießen. So wird es leichter ofrenda-blaudas Leben zu einem Ort der Freude, des Liebens und des Lachens zu machen. Wir feiern am 1. November ein buntes, fröhliches Fest, an dem wir sowohl das Leben als auch unsere lieben Verstorbenen feiern.

Gemeinsam bauen wir verschiedene Altare: Der große Altar ist einer Person gewidzweigmet, die Besonderes geleistet hat und ein Vorbild ist: Dieses Jahr der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig, ein Kosmopolit, Europäer, der in seinen Werken seine pazifistische und humanistische Weltanschauung darlegte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: die Schachnovelle, Sternstunden der Menschheit.

Weitere Altare werden mit Hilfe des Publikums errichtet, wobei jeder eingeladen ist selbst Fotos (aus feuertechnischen Sicherheitsgründen bitte die nur gerahmte Bilder bringen) von seinen Toten mitzubringen, ebenso wie Dinge die ihm/ihr geschmeckt (Lieblingsspeise, Bier, Kaffee, Kuchen etc.) oder gefallen (CDs, Bücher, Spielzeug etc.) haben und sie auf den Altar zu legen. Das Fest dauert von 15 – 19 Uhr und beginnt mit dem gemeinsamen Aufbau der Altare, anschließend gibt es Vorträge zum Leben und zu den Werken von Stefan Zweig, Erklärungen zum großen Ofrenda, das viel altes Wissen der Mexihkas widerspiegelt, sowie Vorträge zu mexikanischen Traditionen zum Dia de los Muertos und zum Umgang mit Trauer in Europa. Weiters gibt es eine lateinamerikanische Tanzvorführung, eine begleitende Ausstellung von Künstlerinnen, sowie den ganzen Nachmittag ein betreutes Kinderkreativprogramm. Das Fest endet mit dem Abbau der Altare und jeder kann etwas von den Gaben mit nach Hause nehmen.

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Programm:
gemeinsamer Aufbau der Altare
Vortäge: “Dia de los Muertos – Tag der Toten: den Tod feiern?!”
“Stefan Zweig – Aber jeder Schatten ist im letzten doch auch Kind des Lichts“
„RundumTod – Trauer nach einem Suizid“
Kunst-Ausstellung
betreutes Kinderkreativprogramm

Eintritt frei!

WUK – 1090 Wien, Währinger Str. 59 Stiege 5, 1. Stock, gr. Initiativenraum
1. November 2016, 15 – 19 Uhr
weitere Informationen: grattay@gmx.at oder +43-680-2003066

Pressestimmen zu vergangenen Dia de los Muertos im WUK
http://oe1.orf.at/artikel/260477
http://wien.orf.at/radio/stories/2555014/
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/497898_Mit-den-Toten-das-Leben-feiern.html
http://www.youtube.com/watch?v=XWwGiHSPYA

Erschöpfung: ein interaktives Impulsgespräch

Seien Sie flexibel. Bewältigen Sie! Schaffen Sie! Funktionieren Sie!

  • Sie wissen nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht, und haben so viel zu tun, dass Sie nichts mehr für sich tun können?
  • Sie wachen in der Früh auf und sind müder als vor dem Schlafengehen?
  • Sie haben das Gefühl, dass Ihnen die Kontrolle langsam entgleitet?
  • Es fällt Ihnen zunehmend schwer, Freude zu empfinden oder Spaß an den Dingen zu haben, die Sie früher gern getan haben?
  • Sie würden sich am liebsten verkriechen, nichts mehr hören, nichts mehr sehen, weil einfach alles nervt?
  • Sie haben den Eindruck, dass Ihre Kraft zur Bewältigung Ihrer Aufgaben nicht reicht, und wissen zugleich nicht, woher Sie die nötige zusätzliche Energie nehmen sollen?

Was treibt uns in die Erschöpfung? Wie vermeiden wir Erschöpfung? Wie erkennen wir, dass wir bereits erschöpft sind? Und wie finden wir Auswege aus der Erschöpfung?

In diesen Abenden nähern wir uns diesen Fragen aus vielerlei Perspektiven an. Wir beschäftigen uns mit strukturellen Rahmenbedingungen, die Erschöpfung fördern oder hintanhalten, wir diskutieren die Möglichkeiten, die uns supervisorische und biografische Methoden bieten, und stellen Abgrenzungs- und Selbstschutzrituale aus unterschiedlichsten Kulturkreisen vor.

Impulsgeberinnen:
Tamara Götz, BSc, MSc in Advanced Nursing Practice, Master’s Thesis zum Thema „Burnout in der Gesundheits- und Krankenpflege – Prävention und die Rolle der Führung“
Mag.a Daniela Musiol, Mediatorin, Supervisorin mit den Schwerpunkten Lebensrückblicks- und Trauerarbeit sowie soziometrische Aufstellungsarbeit
Mag.a Gitti Rattay, Anthropologin und Mexihka-Practitioner

Ort: Praxis Rundumberatung, Maurer Lange Gasse 15, 1230 Wien
Termine: Sommer 2016
wochentags, 17.30–19.30 Uhr
Unkostenbeitrag € 15,– (zu bezahlen an der Abendkassa)
Anmeldung per E-Mail an vielfalt@rundumberatung.at oder per Online-Formular unter http://www.rundumberatung.at/events
Rückfragen: 0664-4240526

14. März 2016 Mexihka Neujahr: 4 Tecpatl/Steinmesser – Centeotl

Klarheit gewinnen und Unnötiges loswerden. Die eigenen Bedürfnisse erkennen & erfüllen. Mit Kraft neugierig durchs neue Jahr schreiten.

Das Mexihka Neujahr beginnt dieses Jahr am 14. März zu Sonnenuntergang (ca. 18:00). Das Jahreszeichen ist 4 Steinmesser (Tecpatl). Der Jahresbegleiter ist Centeotl, der Erzeuger dessen, was man zum Leben braucht.

Tecpatl, das Steinmesser – manchmal wird dieses Zeichen auch Feuerstein genannt – schneidet mit scharfer Klinge. Dinge können frei gelegt werden, Altes kann weggeschnitten werden. Dabei darf man sowohl seiner Intuition als auch seiner Intelligenz trauen – denn beide sind in diesem Jahr sehr präsent.

Dinge können klar erkannt werden, Masken durchschaut und die Oberfläche durchbrochen werden. Die dahinterliegende Essenz wird erkannt.

Dieses Jahr steht unter diesem Motto: Die Dinge, die einen umgeben – dafür steht auch die Zahl vier (alles wahrnehmen, was rund um mich ist) – mit klarem Verstand erkennen und analysieren: was tut mir gut, was brauche ich und was hat ausgedient, was hat keinen Nutzen mehr.

Und dann kann die Klinge ans Werk. Sich von Unnötigem trennen, das was in der Gegenwart nicht mehr nützlich ist, keine Freude mehr bringt, nur noch Routine ohne Sinn geworden ist, kann losgelassen werden.

Es ist ein Jahr des Lernens und des Erkennens. Lernen aus eigenen Erfahrungen und allem, was uns umgibt, Neues entdecken und neugierig durchs Leben schreiten. Erkennen des eigenen Selbst und auch der Menschen und Dingen, die uns umgeben.

Der Jahresbegleiter ist Centeotl. Centeotl bedeutet eigentlich die Energie des Maises. Der Mais ist die Lebensgrundlage der Mexihka. Auf die Jahresenergie umgelegt, bedeutet dass, zu erkennen, was ist wichtig für mich, was brauche ich zum Leben, was sind meine Bedürfnisse. Und Centeotl wünscht sich Sicherheit: Diese Bedürfnisse müssen auch erfüllt werden, und das nicht zu knapp. Centeotl will, dass die Dinge, die einem wichtig sind, in Fülle abgedeckt werden.

Prosit Neujahr – viel Freude beim Loslassen, entdecken und genießen!

Mexihka-Ritual zum Neujahr:

Das 4 Tecpatl Jahr bringt viel Neues, dies braucht Platz. Damit genug Raum für die Fülle, das was mir gut tut und mich glücklich macht, ist. Um sich auf das neue Jahr vorzubereiten, nutzten die Mexihka die Zeit des Nemontemi vom 9.-13. März. Es ist eine Zeit des Rückzugs, des Nachdenkens.

Du kannst die Zeit nutzen um 2 Briefe zu schreiben:
Brief 1: Schreibe alles auf, von dem du dich trennen möchtest, alles was dir nicht mehr gut tut, was keine Bereicherung mehr bringt. Verbrenne diesen Brief am 14. März vor Sonnenuntergang.
Brief 2: Schreibe deine Träume, Wünsche, Ziele, Projekte für dieses Jahr auf. Alles, was dir Freude macht, dich wachsen lässt, was dich glücklich macht. Vergrabe diesen Brief nach Sonnenuntergang an einem schönen Platz und lege ein paar Samen dazu, damit deine Projekte erblühen und viele Früchte tragen.

Alles Gute für 4 Tecpatl – Gitti Cuauhyeliztli

Achtung: Das ist keine Vorhersage, die bestimmt, was passieren wird. All dies beschreibt nur die Energie die herrscht, die wir zur Unterstützung heranziehen können. Damit etwas passiert, muss man immer selbst aktiv werden!
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Mexihka Pactli

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